A
kloana Rausch
Da Hermann is a braver Mann,
doch an an Samstag wißts es schon.
Da kummts a öfters amoi vür,
das er a bißerl mehr vom Bier,
dawischn tuat a bißal z´vü,
doch kennt ma nix bei seinem Spü.
den kloanen Rausch eam net o sagst.
Do oamoi an an g´wißn Tag,
verkehrt er sich ins Bett nei lag.
do kennt a sie gar nimma aus.
Wo d´Fensta san is jetzt die Tür,
des kimmt eam ois so spanisch vür.
er hat den Rausch vergess´n schon.
Er wamt se numoi schnell oan auf,
und geht dann ganz betrübt nach Haus.
Da
Hennatod
weißt grad Zeit hast kunst ma scho,
d´Henna g´schwind in Stall nei treib´m,
tua aber net gar z´lang ausbleib´m.
er folgt ja e ois wia a Kind,
won Frieda schreit zum Essen kimm,
da Franzi sagt grad nur oa Spiel.
und laßt sie schmecken gut den Schmaus.
Er jagt die Henna mit de Stoana,
und hat auf diese weise oana,
schönen Henn den gar ausgmacht,
und hat dazua nu recht bled g´lacht.
da Franzi sagt nix,
Da
Nebel
dort wost himächst kummst oft net hin.
So täuschen kannst die, ma möchts net glaubm,
a paar Gschträucher haltest für an Bam.
der schreit allwei a Taferl an.
He geh weiter heast den net,
kum geh´ her do geht koa Weg.
weils ja grad a Taferl woa.
Da fluacht da Franz ja Gottverdammt,
der Weg geht ja nach Eggenham.
koa Wunda was wonst wurdst varuckt.
Er find sie endlich doch zurecht,
von om bis unten voller Dreck.
Als ausred´ sagt er natürlich dann,
Kartoffelkäfer Suchaktion.
Da
Stierkampf
sie führt´n gern in Spanien auf.
Toreros wern die Kämpfer gnennt,
de ham a schneid des sollts moi sehn.
daß sowas a bei uns da gibt.
In da Moosach draußt am Arbeitsplatz,
sich folgendes ereignet hat.
die Moosach rauf mit ungestimm.
Den Kopf am Boden ganz is aus,
wia er so kimmt dahergebraust.
das bei uns auch Toreros gibt.
Da Joschi Robl und sei Gsell,
Alberto Makovicka gnennt.
und ham´dn gschmißen das hat kracht.
Doch wia ma richtig dan erfahrn,
is ausn Stier a Kalbei warn.
Da
Traktor
um holn beim Schnaitl drunt a Bier.
Er nimmt a glei den Walter mit,
ma kanns net wissen wias oft is.
ma muaß net jedsmal ham a Pech.
Am Traktor kannst die a verlassen,
der kennt ja besser scho die Straßen.
won da Traktor gscheider wie sei Herr.
Natürlich alles kannst net wissen,
sunst gangs net zua oft so beschissn.
davon spritzt hint und vorn da Dreck.
Die Leut die schaun den Fahrer an,
und fangan glei zum winken an.
und schaut ganz stolz zum Walter z´ruck.
Da gibts eam an gewaltigen riß,
koa Anhänger zu sehen is.
und z´ruck fahrt er glei nu vü schnella.
Verlass´n neman Weg in Grabm,
da Hänger steht was mächst do sag´n.
Der
1. Mai
a alt eingführter Feiertag is.
Die Musi geht von Haus zu Haus,
und bläst uns aus den Betten raus.
da wird die Gurgel richtig g´schmiert.
dann gehts sche stad zum Krama obi,
da gibts an Rum is a ganz nobi.
zum Schluß nu einkehrt wa scho glacht.
Da Doppelliter steht am Tisch,
net oimal wird a nur grad g´füllt.
doch mancher s´net vertragen kon.
Da woa a oana ganz a langa,
der is ganz stad aufs Häusl ganga.
und sitzt sie g´miatlich drin zur Ruah.
Do d´Musikanten hams glei g´pannt,
da drinnen sitzt da Geiga Hans.
und außagholt aus sein versteck.
Ganz blaß schleicht er nach Hause dann,
uns spielt dahoam an braven Mann.
Der
Tierfreund
es gibt koa Vieh was i net mag.
I kunt a koan a Leid antuan,
des kan ma a koa Mensch nach sagn.
er selbst schon bewiesen hat.
Er liegt grad fein am Divan dort,
die kloane Maus siacht er sofort.
de lassat eam ja do koa Ruah.
Glei hat as g´habt des liabe Vieh,
da Meffert nimmt´s und sagt net vü.
dann geht er auf die Straßen schnell.
Dort stellt ers dann behutsam hin,
und sagt pfüitgott du liabes Vieh.
Die
guati Jausn
der hat die Arbeit recht gern g´sehn.
Wann er sein Rundgang hat gemacht,
hat er sichs in der Hüttn gmiatlich gmacht.
so denkt der Viz is nimmer weit.
Die Leut die ham eam recht verehrt,
ham eam zur Jausn was beschert.
erlegt vom Wolferl Lucken selm.
So wird eam überreicht der Schmaus,
der Viz macht a glei s´Packerl auf.
sie woas was in dem Packl drin,
da Viz der schaut bedenklich drein,
was kunt den epan drinnen sei.
Da ham se gsträubt a schon die Haar.
A mortsdrum Ratz zum vorschei kummt,
die Spucke bleibt eam weg vom Mund.
bevor er geht am Platz hinaus.
Er tuat als wen nix gwesn wa,
die Leut ham glacht des is do klar.
Die
Hochzeit
mei Gott die hängt ja nu am Zaun.
Geh Karli hoi mas do schnell einer,
bevor die Gäst nu keman eina.
wia mi des Mascherl fuxt des bled.
I kunt ja ois in d´Ecken haun,
i laßat mi am liabsten nimma traun.
und holt zuerst die Hosn rein.
Es is a höchste Zeit scho g´wöst,
am Weg da keman scho de Gäst.
jetzt s´Büscherl nu schnell oneg´steckt.
Das Brautpaar schaut vergnügt darein,
maschiert nach Moosdorf mit Verein.
studiert a jedes underdessen.
Auf oamoi gibts da Braut an Riß,
sie schaut wos Brautbuckettal is.
Do kummt die Helga a scho grennt,
in oaner Hand die Blumen schwenkt.
Die
Kohle
drum tan sie d´Leut mit Kohln versorg´n.
In da Moosach san oa draußen gwen,
die ham des scho im voraus g´sehn.
auf jedenfall nehmans d´Rucksäck mit.
Was sollns den a damit scho toa,
sie werd´n do Hoamtrogn koane Stoa.
so schleppans ganze Häufn z´Haus.
Es is net guat won ma so schleppt,
in Rucksack ja net einesegst.
mei Frau wird schau wos i ihr schenk.
An ganzen Rucksack voller Kohin,
a warme Stub´m des tuat oan woih.
da kemman lauter Stoana raus.
Des mochat eam nu garnix aus,
aber s´Kochgschirr wia schaut des nur aus.
wann er nur wissat wer dös gwen.
I packert eam den Rucksack an,
mit Stoana das a schleppen kann.
Der denkat dann bestimmt nu lang,
an die Stoana die i gschleppt hab hoam.
Die
verlorenen Würst
wonst fahrst nach Moosdorf bring do einer,
a paar kilo Würst für Gäst,
so kurze dicke wa des Best.
jo hoaßt des es tat scho Not.
Da Traktor steht schon fahrbereit,
da Steiner macht sis drauf sche breit.
die paar Würst daziagt a schon.
Net spät da kimmt a an zu Haus,
wo san die Würst fragt glei sei Frau.
wo san die Würst i hans do kauft.
Er sitzt sie glei aufs Sachserl auf,
und fahrt gschwind z´ruck die Moosstraß nauf.
da hat a a die
Würst scho g´sehn.
Ganz einsam liegns da aufm Weg,
a Glück muaßt habn sunst was a Gfret.
und packt die Würst vom Rucksack aus.
Die Würst san e gwen draußt am Wagn,
da Wastl hats vergessen sag´n.
wia kumat i ohne dir nur aus.
I gangat z´grund won du net wast,
und unser liaber Sohn da Wast.
A lustigs Haus koan gleichn gibt´s, der macht die
allergrößten Witz.
So is a an an Feiertag g´wen, vor Neujahr es wißtses
selm.
Koa Mensch hat mehr ans hoamgehn denkt, da Steiner hat
vü Bier ausgschenkt.
Sei guata Freund da Emersberger Franz, es gar nit
recht begreifen kann.
Da Müller Hansal hat recht glacht, und hat sis nomal
gmiatlich gmacht.
Bis endlich do san hoama gschlichen, sie san a net vom
Weg abgwichen.
Da Kuchebodn sei Liegestatt, des kumt won ma an Affen
hat.
Sei Frau fangt glei zum flena an, und sagt was tat i
ohne Mo.
So hats da Hansl überstanden, froh san net nur die
Verwandten.
Geschäftseröffnung
zum Steinerwirt es war net spät.
es war im a ganz einerlei,
das er mit oan geht statt mit zwei.
am Glatteis aona davon g´fahrn.
Er sitzt ganz gmiatlich beim Steinerwirt,
und hat nu richtig gar net g´pürt.
is eam die G´schicht erst recht aufgfalln.
Das er net verlegn is wißts jo eh,
er sagt dahoam hat er a oan steh.
der Meffert fangt a Schuahgschäft an.
Won oana dann an zweiten braucht,
beim Meffert er bestimmt guat kauft.
Die
Kartoffelkäfer Suchaktion
die Ferien gehn ja bald an.
Doch da kommt von a gwissen Stö,
an alle Gmeinden wißts ja eh.
"Kartoffelkäfer Suchaktion"
Da kunnst jo renna glei davon.
umsunst is a net Obalehrer.
er nimmt sei Fahrrad sitzt sie auf,
und fahrt den Kindern glei vorraus.
a guata Trunk net zum veracht´n.
Drum fahrt er glei zum Steinerwirt,
und laßt sie geb´m a halbe Bier.
geht hoam zu Fuß ganz aus verseh´n.
A Wochen später kumt a drauf,
sei Radl is ja nirgends z´Haus.
es fallt eam absolut net ei.
Da kumt sei Frau vom Steinerwirt,
und sagt i hob mi net geirrt.
des schau i für des deine an.
a paar böse Leut´ de ham dann g´sagt,
das da Oberlehrer sich recht gärgert hat.
im Geist er hat a neichs scho g´sehn.
Petri
heil !
des war am Samstag scho so brauch.
Den Mathais nimmt a mit zum trag´n,
wozua da brauchst net lange frag´n.
und gengan nach die Torfstich nauf.
Sie sand scho glei in Weichsee gwen,
und han nu allwei koan Fisch net g´sehn.
da Mathais moant wos nutzt des scho.
I mecht liaba wissn wos ma sog´n,
wenn uns uns´re Frauen frag´n.
den Kopf am Bodn ganz is aus.
Auf oamoi mit an Ruck bleims steh,
alle zwoa schauns hi auf gleiche Stell.
ma möcht ja fast den Aug´n net trauen.
A moarts drum Moarchboa am Weg dort liegt,
des nehman de zwoa a glei mit.
statt die Fisch homs hoit a Moarchboa mit.
Wir rufen ihnen zu ein Petri heil,
zum Moarchboafischen oben drein.
Spatzenfangen
ma muaß des richtig nur verstehn.
Da kunt da Rudolf was erzähln,
den sollts amoi beim fanga sehn.
wia er sie pirscht den Spatz´n zua.
Ums Eck beim Steiner kumda gschlichen,
den Spatzen muaß a schon dawischn.
leider hats da Spatz a glei gsehn.
Ganz paff schaut er den Spatzen nach,
der sitzt ganz gmüatlich obm am Dach.
da laßt da Spatz wia aus versehn,
akloans Patzl kon ma sagn,
an Rudolf auf sei Glatzn falln.
das die Kuah koani Flügln hat.
Den stöllts enk vor was i jetzt tat,
wenn mir a Kuah hät statt an Spatz
am Kopf hät glegt a so a Ei,
des wa bestimmt a Schweinerei.
Radfahrt
mit Hindernissen
hört s´Mehl wird teurer is scho war.
Er sitzt sie glei aufs Radl nauf,
und fahrt damit zum Müllner raus.
drum nimmta a den kürzern Weg.
Ois Kappo kennt a jeden Grab´m,
und braucht a drum nicht lange frag´n.
oft is zwoa grod a Tram a Stückl.
Des macht dem Sepp gar nix aus,
er mit sein Fahrrad drüber saust.
des hat a seiner Frau don beicht.
Wia er so übers Brückl kummt,
des Vorderradl is zu dumm.
und eam schmeisst´s in an Bogen naus.
In Moosstich eini voran min Kopf,
ganz naß is nu sei schöner Schopf.
wieso auf oamoi s´Hintergstö,
vormeiner is wo i sunst sitz,
des is da allergrößte Witz.