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Die Ortschaft
Hackenbuch liegt mitten im Ibmer Moor, dem größten
Moorkomplex Österreichs. Dieses einzigartige
Dorf
mit ca. 350 Einwohnern liegt zwischen Salzburg und Braunau, versteckt
zwischen kleinen Fichtenwälder und gebietsbedingten
Nebelschwaden.
Politisch ist die Mehrzahl
der Einwohner als Sozialdemokraten einzustufen.
Hackenbuch ist ein
künstliches, junges Dorf. Als 1901 von Ignaz Glaser die Glasfabrik
"Emmyhütte" inmitten des Moores gebaut wurde, um dem
benötigten Brennstoff "Torf" so nah wie möglich zu
sein, war
in der unwirtlichen Gegend keine Besiedlung. Die Bauern der umliegenden
Ortschaften mieden die sauren Wiesen, wo der Boden viel zu sumpfig war,
um landwirtschaftlich effektiv genutzt zu werden. Also war hier Platz
genug und vor allem kein Widerstand gegen die Industrialisierung und
den damals benötigten Arbeitern und Taglöhner aus
Osteuropa.
Diese kamen mit ihren
Familien und bildeten den Grundstein des Ortes.
Dass 40 Jahre
später die einzige Fabrik schließen musste und der
Krieg
sein weiteres Unheil tat, brachte große Not in die Reihen der
Hackenbuchner. Viele mussten betteln gehen um zu überleben und
dieser Ruf des Arbeiter/Bettelvolkes ist ihnen bis heute
hängen
geblieben. Vielleicht ist es gerade dieser (schlechte) Ruf, der sie
besonders zusammenbindet.
Auch
die
Verwandtschaftsverhältnisse sind sehr interessant, da fast jeder
mit jedem - und sei es durch Heirat - irgendwie verwandt ist.
Das
es eine Tatsache
ist, dass Hackenbuch zur Gemeinde Moosdorf gehört, sollten
die meisten Hackenbuchner inzwischen anerkennen. Das die Hackenbuchner
nicht auf die Idee kommen, dauerhaft nach Moosdorf zu ziehen, liegt
sicher großteils nur an der Verkehrssituation. Wenn man die
ruhige Lage ohne Schwerverkehr in Hackenbuch mal gewohnt ist, will man
dies einfach nicht mehr missen.
Hackenbuch hat eine
beträchtliche Anzahl an Vereinen und das Vereinsleben
prägt
auch das Kulturangebot in Hackenbuch. Musikverein, Feuerwehr,
ARGE-Kultur, Perchten, Sterbeverein, Kapellenverein, Fussballclub, um nur einige
zu nennen.
Gerade die "Blasmusikkapelle"
die "FreiwilligeFeuerwehr",
sowie die "ARGE Kultur"
führen eine Vielzahl von Veranstaltungen durch, die
für so
einen kleinen Ort eher untypisch sind. Diese Feste werden wiederum nur
von einem kleinen Kern der Ortsbevölkerung besucht, und auch
von
"auswärts" reist kaum Publikum an, was ja auch wiederum etwas
sonderbar ist. Hackenbuch hat in dieser Hinsicht wirklich seine eigenen
Gesetze. Eine Ausnahmeerscheinung ist in diesem Fall der
jährlich
stattfindende Schafmarkt, der tausende Kauf-und Schaulustige von Nah
und Fern anzieht. Die Idee, auch bei allen anderen Veranstaltungen, ein
paar Schafe rumstehen zu lassen, ist überlegenswert.
Die Mythische Nacht der Hackenbuchner Moorpass sorgt seit
einigen Jahren für Aufsehen. Preise zum Selbstkostenpreis und
eine
interessante, abwechslungsreiche Inszenierung laden gerade auch immer
mehr Familien zu diesem friedlichen Spektakel ein.
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